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„TÜV Mobility Studie 2026 – Lebenswerte Mobilität: Der TÜV-Verband hat am 25. August 2026 die neue „TÜV Mobility Studie 2026 – Lebenswerte Mobilität: Verkehrsräume sicher, nachhaltig und digital gestalten“ vorgestellt. Die Studie untersucht, wie die Menschen in Deutschland heute unterwegs sind, wie sie die Verkehrsinfrastruktur bewerten und welche Mobilitätsangebote sie sich für die Zukunft wünschen. Die Ergebnisse sind für den ländlichen Raum besonders interessant: Das Auto bleibt außerhalb der Großstädte unverzichtbar – gleichzeitig gibt es eine überwältigende Zustimmung für einen besseren öffentlichen Verkehr und insbesondere für den Ausbau des ÖPNV auf dem Land. Genau an diesem Punkt setzt die Initiative der Westmünsterlandbahn GmbH an: Mit der Reaktivierung der Bahnstrecke Bocholt – Rhede – Borken – Coesfeld (- Münster) soll eine leistungsfähige Alternative zum ausschließlich straßenorientierten Verkehr geschaffen und das westliche Münsterland wieder besser an das regionale Schienennetz angebunden werden. Die WMB verfolgt dabei ausdrücklich das Ziel, Personen- und Güterverkehr wieder auf die Schiene zu bringen. (wmb-gmbh.de)
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Nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse der TÜV Mobility Studie 2026 im Überblick 1. Das Auto ist auf dem Land weiterhin unverzichtbar88 Prozent der Befragten leben in einem Haushalt mit mindestens einem Pkw. 83 Prozent nutzen das Auto mindestens einmal pro Woche. Noch deutlicher wird der Unterschied zwischen Stadt und Land:
Das ist eine der wichtigsten Aussagen für den ländlichen Raum: Je kleiner der Wohnort, desto größer die Abhängigkeit vom eigenen Pkw. Die Studie zeigt damit sehr deutlich, dass die Verkehrswende auf dem Land andere Voraussetzungen braucht als in einer Großstadt. Wer dort den Autoverkehr reduzieren oder den Menschen echte Wahlmöglichkeiten geben will, muss zunächst leistungsfähige Alternativen schaffen. 2. 92 Prozent wollen einen besseren ÖPNV auf dem LandBesonders bemerkenswert ist die Antwort auf die Frage, welche verkehrspolitischen Maßnahmen die Lebensqualität verbessern könnten: 92 Prozent befürworten einen Ausbau des ÖPNV-Angebots auf dem Land bzw. in ländlichen Regionen. Damit ist dies die mit Abstand am stärksten unterstützte der abgefragten Maßnahmen. 83 Prozent befürworten außerdem den Ausbau sicherer Radwege und Fahrradstellplätze. Das ist für das Westmünsterland besonders relevant. Denn die Studie sagt nicht: Die Menschen auf dem Land wollen das Auto abschaffen. Sie sagt vielmehr: Die Menschen brauchen das Auto, weil es vielfach keine ausreichende Alternative gibt – und gleichzeitig wünschen sie sich genau diese Alternative. Das ist ein entscheidender Unterschied.
3. Bahn und ÖPNV stehen ganz oben auf der politischen WunschlisteAuch bei der Frage, welche Verkehrsmittel die Politik künftig stärker fördern sollte, liegen Bus und Bahn klar vorne:
Die Präsentation fasst diesen Befund ausdrücklich zusammen: „Konsens: ÖPNV und Bahn in der Stadt UND auf dem Land ausbauen!“ Für eine Reaktivierung der Strecke Bocholt–Coesfeld ist das ein ausgesprochen passender Befund: Die Forderung nach mehr öffentlichem Verkehr ist nicht nur ein großstädtisches Thema. Die Studie nennt ausdrücklich den Ausbau des ÖPNV in ländlichen Regionen als wichtigste verkehrspolitische Maßnahme. 4. Mobilität muss zuverlässig sein – nicht nur vorhandenDie Studie zeigt außerdem, dass die Menschen nicht irgendein Mobilitätsangebot wollen. Es muss zuverlässig und alltagstauglich sein. Für 93 Prozent ist es für eine hohe Lebensqualität wichtig, dass der öffentliche Nahverkehr zuverlässig funktioniert. Für 90 Prozent ist es wichtig, dass wichtige Ziele im Alltag mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Das ist für eine Bahnverbindung zwischen den Städten und Gemeinden des Westmünsterlandes ein wichtiger Gesichtspunkt. Eine reaktivierte Bahnstrecke wäre nicht lediglich ein weiteres Verkehrsmittel, sondern könnte – richtig in das bestehende Bus-, Fahrrad- und Fußwegenetz eingebunden – ein Rückgrat für die regionale Mobilität bilden. Die TÜV-Studie formuliert genau diesen Anspruch: Die Menschen wünschen sich „echte Wahlmöglichkeiten“ und konkrete Verbesserungen im Alltag.
5. Gerade im ländlichen Raum fehlt es an ausreichendem öffentlichem VerkehrDie Studie stellt fest, dass die Verfügbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs von 47 Prozent der Befragten als schlecht bewertet wird. Auch der Zustand des ÖPNV wird von 40 Prozent negativ bewertet. Noch wichtiger für die Einordnung des Westmünsterlandes: Der TÜV-Verband weist ausdrücklich darauf hin, dass die unzureichende Verfügbarkeit des ÖPNV insbesondere in ländlichen Regionen wahrgenommen wird. Damit beschreibt die Studie genau das strukturelle Problem, vor dem viele ländliche Regionen stehen: Hohe Autoabhängigkeit und gleichzeitig ein Wunsch nach besseren öffentlichen Alternativen. 6. Verkehrswende funktioniert nicht durch Verbote, sondern durch attraktive AlternativenEin weiterer Punkt passt bemerkenswert gut zur Argumentation der Westmünsterlandbahn. Der TÜV-Verband kommt zu dem Schluss: „Erst attraktive Alternativen schaffen, dann Verkehr wirksam steuern.“ Das ist für den ländlichen Raum von besonderer Bedeutung. Denn Maßnahmen, die in einer Großstadt funktionieren können, lassen sich nicht einfach auf eine Region übertragen, in der Menschen ohne Auto teilweise ihre Arbeitsplätze, Schulen, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten oder andere Ziele kaum erreichen können. Die TÜV-Studie zeigt vielmehr einen Weg auf: Nicht zuerst das Auto erschweren, sondern zunächst dafür sorgen, dass Menschen tatsächlich eine Wahl haben. Genau darin liegt eines der stärksten Argumente für die Reaktivierung einer regionalen Bahnverbindung.
7. Sicherheit ist ein weiteres Argument für einen besseren MobilitätsmixDie Studie zeigt erhebliche Defizite bei der Sicherheit im Straßenverkehr:
Gleichzeitig sprechen sich 81 Prozent für vom Autoverkehr getrennte Radwege aus. Für das Westmünsterland bedeutet das: Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik sollte nicht ausschließlich versuchen, den Straßenverkehr immer weiter auszubauen. Sie sollte vielmehr unterschiedliche Verkehrsträger sinnvoll miteinander verbinden. Eine leistungsfähige Bahn kann dabei den motorisierten Individualverkehr auf längeren regionalen Wegen ergänzen bzw. teilweise ersetzen, während Fahrrad und Fußverkehr die Feinerschließung übernehmen. Welche Schlussfolgerungen ergeben sich auf Basis dieser Ergeb-nisse für das Westmünsterland und die Bestrebungen, die stillge-legte Bahntrasse zwischen Bocholt Borken und Coesfeld zu reaktivieren? 1. Die Autoabhängigkeit auf dem Land ist kein Ziel – sie ist ein Problem fehlender AlternativenDie Studie zeigt: In kleinen Orten sind 93 Prozent der Autobesitzer zwingend auf den Pkw angewiesen. Gleichzeitig unterstützen 92 Prozent einen besseren ÖPNV auf dem Land. Daraus ergibt sich ein klares politisches Signal: Wer die Mobilität im ländlichen Raum zukunftsfähig machen will, muss Alternativen zum eigenen Pkw schaffen. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Bocholt–Borken–Coesfeld wäre genau eine solche strukturelle Alternative.
2. Die Bahn wird ausdrücklich als ausbaufähiger Verkehrsträger
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